22.05.2017: Rauchmelder retten Leben

Angebranntes Kochgut allgemeinSeit 2015 schreibt die Hessische Bauordnung vor, dass Wohnungen mit Rauchwarnmelder ausgestattet werden müssen – die Feuerwehr unterstützen diese Forderung, da hierdurch Menschenleben gerettet werden können!
Dass dies nicht nur ein „Vorschrift“ ist, konnten die Kameradinnen/Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Idstein am Montag 22.05. wieder hautnah erleben. Gegen 10:15 Uhr wurden die Feuerwehren Idstein, Wörsdorf und Niederauroff zusammen mit einem Rettungswagen und Polizei alarmiert. Das Alarmierungsstichwort lautete „Ausgelöster privater Rauchmelder: es riecht bereits nach Rauch und Verdacht auf Zimmerbrand“.
Beim Eintreffen der Kräfte war der Brandgeruch im Treppenhaus bereits deutlich wahrnehmbar. Es war unklar, wo sich die Bewohnerin befand. Parallel zur Türöffnung wurde die Drehleiter im Außenbereich in Stellung gebracht und die Bewohner aus dem Haus evakuiert. Die Wohnungseingangstür wurde mit dem Schlüssel der Tochter geöffnet: dort stellte sich glücklicherweise recht schnell heraus, dass der Zimmerbrand lediglich eingebranntes Kochgut war, welches die Bewohner wohl beim Verlassen der Wohnung auf dem Herd stehen ließen. Der Rauchmelder hat so seine Pflicht getan und auf die Gefahr hingewiesen, bevor sich aus dem angebrannten Mittagessen ein ausgewachsener Wohnungsbrand entwickeln konnte. Die Wohnung wurde gelüftet und an die Eigentümer übergeben.

Hinweis: Seit dem 01.01.2015 sind nach Hessischer Bauordnung Rauchwarnmelder in Schlafräumen, Kinderzimmern und Fluren, die als Fluchtwege dienen, sogar Pflicht und müssen ggf. nachgerüstet werden.
Es sollten nur geprüfte Rauchwarnmelder (CE-Kennzeichnung) verwendet werden und mindestens eine jährliche Überprüfung (Batteriewechsel nach Möglichkeit) stattfinden.
Auch sind die Geräte an der Decke an den richtigen Stellen zu befestigen.