Tag der offenen Tür: Idsteiner Feuerwehr feiert zwei Tage lang auf dem Stützpunktgelände


Wiesbadener KurierIDSTEIN - Die Idsteiner Feuerwehr leistet 150 bis 200 ehrenamtliche Einsätze und 80 Übungsstunden pro Jahr, dann ist es auch wichtig, einmal gemeinsam zu entspannen und zu feiern. Deshalb findet seit Jahrzehnten am letzten Septemberwochenende im Feuerwehrstützpunkt Idstein das traditionelle Festwochenende statt. Dieses Jahr hat die Freiwillige Feuerwehr Idstein zusätzlich zwei Jubiläen zu feiern: 140 Jahre Feuerwehrgründung und zehn Jahre Kinderfeuerwehr, die aus 15 Kindern besteht.

Beim beliebten Schlachtfest gingen 600 Essen über die Theke. Der Renner waren die 260 Schlachtplatten mit Blut- und Leberwurst sowie Kessel- und Bauchfleisch, die auf den weiß-blau geschmückten Bierzelttischen in der großen Fahrzeughalle standen.

Einsatzfahrzeuge ziehen Blicke auf sich

Normalerweise haben dort elf Fahrzeuge und jede Menge Geräte Platz. Jetzt standen diese Fahrzeuge zusammen an beiden Tagen mit dem Rettungszelt und den Wagen des DRK vor den Hallen, um beim Tag der offenen Tür im Sonnenlicht zu glänzen. Denn viele Idsteiner informieren sich gerne einmal im Jahr über die Löschgruppen-, Tanklösch-, Sonder- und Gerätefahrzeuge. Dort herrscht immer großer Andrang.

Auf dem Gelände der Idsteiner Kernstadtfeuerwehr wurden rote Cola-Kisten aufeinandergestapelt, an denen junge Kletterer ihren Mut und ihr Geschick beweisen konnten. Dabei wurden sie von der neuen Drehleiter und den Hilfskräften der Feuerwehr gesichert. „Die zu rettenden Menschen werden immer schwerer“, so Pressesprecher Philipp Rossmann. „Deshalb fordern uns auch die Rettungskräfte vor Ort immer mehr an, im Vergleich zu früher, damit wir ihnen beim Retten oder Tragen helfen“, erzählt er weiter. Der Stützpunkt Idstein ist unter anderem für den Autobahnabschnitt Frankfurt-Köln, ein Stück der ICE-Strecke, für die umliegenden Bundes- und Landstraßen, die historischen Gebäude der Altstadt, das Industrie- und Gewerbegebiet, für die Schulen, Seniorenwohnheim und ein Krankenhaus verantwortlich.

Bei diesen Aufgaben sei es umso wichtiger, dass die „junge, motivierte Truppe“, mit einem Altersdurchschnitt von 20 bis 30 Jahren, fit sei und sich weiterbilde. Die Feuerwehr habe keine Nachwuchsprobleme. „Es ist eine gesunde Mischung aus Alt und Jung“, findet Rossmann. Zweimal sind die Blauröcke aus Idstein bei den Leistungswettbewerben (2015 und 2016) Bezirksmeister geworden und zweimal bei den Landesentscheiden unter die ersten zehn gekommen.

Die Idsteiner Feuerwehrtruppe ist derzeit so motiviert, dass sie sogar vor dreieinhalb Jahren damit begann, in 1200 Arbeitsstunden ein altes Löschfahrzeug aus dem Jahr 1942 zu restaurieren.

Im Mai 1943 hatte das „schwere Löschgruppenfahrzeug LF15“ seinen Dienst in Idstein begonnen und Jahre später sollte es auf dem Schrottplatz landen. „Wenn das Fahrzeug jetzt bald neue Reifen hat und ein TÜV-Siegel bekommt, könnte es auch bei kleineren Brände wieder eingesetzt werden“, schmunzelt Rossmann.

Quelle: Wiesbadener Kurier vom 26.09.2016

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