26.01.2016: Fit an der neuen Drehleiter


2016 01 26 Stationsaubildung DLA 07Es hat sich viel getan seit das neueste Fahrzeug der Idsteiner Kernstadtfeuerwehr das Werk in Karlsruhe verlassen hat.

Am 17. Dezember 2016 rollte die fabrikneue Drehleiter aus dem Hause Rosenbauer - Metz auf den Hof des Feuerwehrstützpunktes in Idstein und war von unzähligen Kameradinnen und Kameraden empfangen worden.

Drehleiter im Dauer(Übungs)Betrieb

Seitdem ist das Hubrettungsgerät praktisch täglich in Betrieb. Aktuell jedoch noch nicht um Menschenleben zu retten, Brände zu bekämpfen oder etwa Personen schonend aus Gebäuden zu retten - das ist aktuell noch Aufgabe der 27 Jahre alten Vorgängerin aus dem Hause Camiva.

Ein vierköpfiges Team - Alexander Königstein, Daniel Kosshof, Thorsten Schmidt und Robert Greiner - haben die Aufgabe die Einsatzkräfte der Idsteiner Freiwilligen Feuerwehr fit im Umgang mit dem neuen Fahrzeug und seiner leistungsfähigen Technik zu machen. An unzähligen Abenden und in noch mehr Übungsstunden wurde die Mannschaft in der Bedienung des Drehleiterkorbes und seiner Anbauteile geschult. Die bereits ausgebildeten Drehleitermaschinisten erhielten eine separate, noch ausführlichere Einweisung. In einem 2-Tages-Seminar wurden sie außerdem von Ausbildern des Herstellers mit dem Gerät vertraut gemacht und in alle Feinheiten inklussive Notbetrieb eingewiesen.

Erst wenn jeder Handgriff sitzt und ausreichend Übungserfahrung gesammelt wurde, wird das neue Fahrzeug in Dienst gestellt werden. Erst dann wird man sich in der Wiesbadener Straße 84 von der treuen Vorgängerin trennen müssen.

Stationsausbildung am 26. Januar

Ein weiterer Teil dieser Ausbildungsreihe stand am 26. Januar offiziell auf dem Dienstplan: "Stationsausbildung Drehleiter". Tatsächlich an der neuen Leiter wurde eines der häufigsten Einsatzszenarios geübt: die schonende Rettung eines Patienten mit Hilfe der Krankentragehalterung - ein Standardeinsatz der beim bisherigen Modell unzählige Male in Übung und Ernstfall durchexerziert wurde. Mit dem neuen Gerät werden derartige Einsätze künftig noch schneller und schonender abgearbeitet werden können.

Die nächste Station beschäftigte sich mit dem Abseil- und Sicherungssystem, welches sowohl auf der neuen, als auch der alten Leiter verladen ist. Mit Hilfe von Schleifkorbtrage, Umlenkrollen und verschiedenem Zubehör können Personen so nicht nur aus Höhen sondern auch aus Tiefen gerettet werden.

Mit dem auf der DLA 23/12 (eine Erklärung folgt weiter unten) verladenen Sprungretter beschäftigte sich die dritte Ausbildungsstation. Innerhalb von nur 30 Sekunden einsatzbereit birgt das Rettungsgerät viele Gefahren und Tücken mit denen sich die freiwilligen Einsatzkräfte beschäftigen müssen, damit im Ernstfall Personen aus bis zu 16 Meter Höhe unmittelbaren Gefahren durch einen Sprung sicher entfliehen können.

Zu guter Letzt standen noch die allgemeinen Grundlagen im Feuerwehrdienst auf der Tagesordnung. Nicht nur die neueren und jüngeren Kameradinnen und Kameraden lernten hier etwas über das richtige Verhalten bei Einsätzen, Übungen und im Feuerwehrdienst. 

DLA (K) 23/12 - was bedeutet das?

DrehLeiter Automatik mit Korb - Nennrettungshöhe 23 Meter bei 12 Meter Nennausladung. Das bedeutet, wenn die Leiter 12 Meter von einem Gebäude entfernt steht, kann man eine Person in bis zu 23 Metern Höhe mit dem Drehleiterkorb erreichen. Die eigentliche Leiter ist dabei mindestens 30 Meter lang.