Tag der offenen Tür mit Schlachtfest der Idsteiner Blauröcke zieht kleine und große Besucher an


2015-09-27 FeWo27Idsteiner Zeitung vom 28.09.2015


IDSTEIN - Mit dem traditionellen Schlachtfest begannen am Samstagabend die Feierlichkeiten der Freiwilligen Feuerwehr Idstein. Zum „geselligen Teil", wie Heiner Reichert, stellvertretender Wehrführer, es nannte, kamen wie gewohnt viele Gäste und entsprechend groß war der Andrang am Schlachtbuffet. Für Familien und besonders Kinder wer der Tag der offenen Tür am gestrigen Sonntag gedacht, wo ein buntes Rahmenprogramm für Unterhaltung sorgte. Neben einem Alleinunterhalter, einer Hüpfburg und dem Kistenstapeln zog vor allem die Fahrzeugausstellung der Feuerwehr das Interesse der Kinder auf sich.

„Die Fahrzeuge sind der Publikumsmagnet", erklärte Sebastian Härig, stellvertretender Wehrführer in Idstein. Die Kinder seien demnach vor allem an den Autos und der Technik interessiert und hätten Freude daran die Fahrzeuge auch von innen zu begutachten. Für eine weitere Attraktion sorgte der Höhenrettungstrupp des Rheingau-Taunus Kreises, der sich vom Schlauchturm der Feuerwache abseilte. Außerdem stellte die Sondereinheit ihr neues Fahrzeug auf dem Idsteiner Fest vor. Den Gästen wurden demnach einiges geboten und die Feuerwehr durfte sich eben regen Besuch freuen. „Natürlich ist es unser Anliegen die Bekanntheit der Wache zu fördern und eine aktive Teilnahme für neue Mitglieder möglichst interessant zu machen.", erklärt Härig.

 

Auch wenn die aktuelle Situation der Idsteiner Wache überwiegend positiv erscheint, ist auch weiterhin jedes neue Mitglieder willkommen. „Umso größer der Pool an Leuten, desto besser", meint Härig, schließlich müssten im Ernstfall alle Fahrzeuge befüllt werden können und dafür würde eine Großzahl an Leuten benötigt und bei einer Freiwilligen Feuerwehr seien eben nicht immer alle Kräfte verfügbar. Umso wichtiger ist, bereits bei den Jugendlichen für eine Ausbildung zu sorgen. In Idstein ist man deshalb besonders auf die „gute Jugend- und Kinderfeuerwehr" stolz, wie Reichert erklärt. Die Kleinsten werden bis zum zehnten Lebensjahr „spielerisch an das Thema Feuerwehr herangeführt" und werden danach in der Jugendfeuerwehr stetig mit den Arbeiten der Wache vertraut gemacht.

Im Erwachsenenbereich profitiert Idstein besonders von der Hochschule Fresenius von der sich stets neue Studenten in der Feuerwehr einbringen. „Oft kommen welche zu uns, die in ihrer Heimat bereits Feuerwehrleute sind und während die sich während des Studiums dann bei uns einbringen wollen", erklärt Reichert. Eine glückliche Situation also für die Feuerwehr Idstein, die der Hochschule zudem für ihr Entgegenkommen, etwa wenn Studenten während Vorlesungszeiten zu Einsätzen ausrücken müssen, sehr dankbar ist. „Diese Situation bei uns fördert zum einen Kontakte zu anderen Wachen und sorgt stets für junge, ausgebildete Kräfte. So entwickeln wir uns hier ein wenig gegen den Trend", freuen sich Reichert und Härig und haben so jeden Grund zum Feiern.

Quelle: Idsteiner Zeitung vom 28.09.2015

Bilder: Volker Mink - Freiwillige Feuerwehr Idstein