Idsteiner Feuerwehr unter den 10 besten in Hessen

phoca thumb l 2015-09-13 Landesentscheid 12Freiwillige Feuerwehr Idstein belegt den 6. Platz beim Landesentscheid der Hessischen Feuerwehren


 Mit einem hervorragenden 6. Platz konnte die Freiwillige Feuerwehr Idstein beim Landesentscheid der Hessischen Feuerwehren am vergangenen Sonntag zeigen, dass sie zu den besten 10 Feuerwehren Hessens gehört.

Am Sonntag fand in Lorsch (Kreis Bergstraße) der 49. Landesentscheid der Hessischen Feuerwehren statt. Von den insgesamt mehr als 2.600 hessischen Feuerwehren (Quelle: Hessischer Landesfeuerwehrverband) waren am frühen Morgen 21 Mannschaften aus allen drei Regierungsbezirken angetreten, um ihr Können in der Feuerwehrleistungsübung auf höchster Ebene zu messen.

Sie alle hatten sich zuvor in zahlreichen Stadt-, Kreis und Bezirkswettkämpfen für dieses finale Kräftemessen qualifiziert. So hatte auch die Mannschaft aus Idstein ihren Weg am 30. Mai bei der Kreisleistungsübung des Rheingau-Taunus-Kreises begonnen, wo man sich ein enges Rennen mit den Feuerwehren Wörsdorf, Hohenstein, Hettenhain und Bleidenstadt geliefert hatte. Mit einem sechsten Platz beim Bezirkswettkampf des Regierungsbezirks Darmstadt in Liederbach hatte man sich schließlich für den Landesentscheid qualifiziert.

Diesen letzten Schritt habe aus dem Idsteiner Stadtgebiet zuletzt eine Mannschaft Ende der 50er Jahre geschafft, so erinnert sich bei der anschließenden Feier im Idsteiner Feuerwehrstützpunkt ein Kamerad. Seitdem die neue Hessische Leistungsübung in 2008 eingeführt wurde, war der 6. Platz sogar die beste Platzierung einer Feuerwehr des Rheingau-Taunus-Kreises überhaupt.

Mehr als 60 Übungen in acht Monaten

Doch diese Leistung war der Idsteiner Mannschaft keineswegs in den Schoss gefallen, wie das Ausbilderteam um Eduard Berger, Jan Enk und Andreas Hill klarstellt. Mindestens zweimal wöchentlich hatte die Idsteiner Wettkampfmannschaft - zusätzlich zum regulären Übungsdienst der Kernstadtfeuerwehr - geübt. So sei man in nur 8 Monaten auf mehr als 60 Übungen gekommen – nicht zu vergessen die mehr als 100 Einsätze im gleichen Zeitraum.

Fehlerfrei in der praktischen Löschübung

Die Teilnehmer mussten sich in Lorsch in drei Disziplinen messen: Einer theoretischen Prüfung, dem Anlegen von Knoten und Stichen sowie dem Hauptteil: der praktischen Löschübung. Den praktischen Löschangriff absolvierte die Idsteiner Mannschaft ohne jeden Fehler. Dabei galt es zuerst eine Person aus einem fiktiven brennenden Gebäude zu retten und anschließend das Feuer über eine Leiter von außen zu bekämpfen. Auf verschiedenen Bahnen wurde diese Übung stets von drei Feuerwehren parallel absolviert. Auch die Knoten und Stiche wurden von den Idsteiner Floriansjünger ohne Fehler gemeistert.

Den Unterschied machte schließlich die theoretische Prüfung. Eine Delegation der Hessischen Landesfeuerwehrschule hatte eigens für den Landesentscheid einen Fragenkatalog aus 15 Fragen zu allen Themengebieten der Feuerwehrarbeit zusammengestellt. Im Nachhinein mussten selbst erfahrene Hasen eingestehen, dass auch sie nicht alle Fragen beantworten konnten.

Bewertet wurden die Leistungen von mehreren Schiedsrichter-Teams aus allen Regierungsbezirken sowie den Schiedsrichter-Ausbildern der Hessischen Landesfeuerwehrschule.

Innenminister lobt Engagement der Freiwilligen Feuerwehren in Hessen

Die Siegerehrung leitete schließlich der oberste Dienstherr der hessischen Feuerwehren – Innenminister Peter Beuth – ein, wobei er das Engagement „seiner" Feuerwehren lobte. Die Siegerehrung nahmen Frank Maikranz von der Hessischen Landesfeuerwehrschule und der kommissarische Leiter der Schule, Wolfgang Finis, vor.

Den ersten Platz, und damit „die Beste Feuerwehr Hessens" belegte zum zweiten Mal in Folge die Feuerwehr Beerfelden aus dem Odenwald mit rund 92 % der erreichbaren Punktzahl.

Bei den zahlreichen mitgereisten Idsteiner Fans aus dem gesamten Stadtgebiet war der Jubel bereits groß, als klar wurde, dass „die Idsteiner" es unter die 10 besten in Hessen geschafft hatten. Dass die Kolonne roter Feuerwehrfahrzeuge sogar mit einem hervorragenden 6. Platz die Heimreise in den Taunus antreten konnte, sorgte bereits in Lorsch für ausgelassene Stimmung unter den Idsteinern.

Hoffen auf mehr Konkurrenz im Rheingau-Taunus-Kreis

Die Mannschaft aus Idstein stellte jedoch klar, dass man in 2016 auf mehr Konkurrenz im eigenen Heimatkreis hoffe. Es sei nicht nur traurig, dass von den weit mehr als 100 Feuerwehren des Rheingau-Taunus-Kreises lediglich fünf am Wettkampf teilgenommen hatten. Auch aus dem Idsteiner Stadtgebiet erhoffe man sich mehr Konkurrenz.

Dass man innerhalb kurzer Zeit eine gute Wettkampfgruppe aufstellen kann, habe bereits die Nachbarfeuerwehr Wörsdorf gezeigt.

Bilder: Volker Mink - Freiwillige Feuerwehr Idstein

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Bild: Die Wettkampfgruppe der Idsteiner Freiwilligen Feuerwehr unter der Leitung von Eduard Berger, Jan Enk und Andreas Hill. Von links: Marvin Schwarz, Konrad Blum, Jan Enk, Michael Merten, Robert Greiner, Thorsten Schmidt, Lukas Schambier, Sascha List, Simon Spies, Tobias Vollmer, Eduard Berger.

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