10.03.2015: Sprungretter, Spreizer und Leckdichtpaste

2015-03-10 Uebung Fahrzeugkunde03Zum zweiten Mal in diesem Jahr stand am vergangenen Dienstag das Thema "Fahrzeug- und Gerätekunde" auf dem Dienstplan unserer Freiwilligen Feuerwehr.

Unter der Leitung von Daniel Kosshof ging es diesmal in insgesamt drei Stationen um die Themen "Sprungretter", "Hydraulische Rettungsgeräte" und "Auffangen und Abdichten".

Die Freiwillige Feuerwehr Idstein verfügt über einen Sprungretter, der in Notfallsituationen einen Sprung aus bis zu 16 Metern abfangen soll. Der Retter wird mit Hilfe einer Druckluftflasche aufgerichtet und ist so in kürzester Zeit nach dem Entfalten einsatzbereit. Er kann z.B. zur Selbstrettung von eingeschlossenen Personen bei Gebäudebränden zum Einsatz kommen. Wird ein Sprungretter eingesetzt, so liegt stets eine extreme Situation vor. Gerade deshalb muss im Einsatz jeder Handgriff sitzen.

 Wesentlich häufiger zum Einsatz kommen die Hydraulischen Rettungsgeräte, die auf unserem Löschgruppenfahrzeug sowie dem Rüstwagen verladen sind. Hier frischte Markus Middel das Wissen der Übungsteilnehmer auf: Über welche Typen von hydraulischen Schneidgeräten und Spreizern verfügen wir? Was sind die unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten? Welche Rettungszylinder können wir einsetzen? Wie bedient man die Geräte und was sind ihre Einsatzgrenzen?

Bei der letzten Station ging es schließlich um das Thema "Abdichten und Auffangen". Auch dieses Thema ist besonders relevant für die Feuerwehr Idstein. Immer wieder müssen nach Verkehrsunfällen mit Lkws beispielsweise Diesel-Tanks abgedichtet und auslaufende Flüssigkeiten aufgefangen werden. Wie solche Lecks abgedichtet werden können, konnten die Einsatzkräfte an einem Übungsfass trainieren. Dabei kann selbst mit einfachen Mitteln wie Keilen, Schrauben, Leckdichtpaste und Spanngurten kritische Situationen schnell entschärft werden. Das Augenmerk lag dabei auf dem praktischen Üben - oder anders gesagt: jeder Teilnehmer durfte einfach einmal alle Möglichkeiten ausprobieren.

Bilder: Robert Greiner - vielen Dank!