20.02.2015: Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehren Idstein

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Es war eine Hauptversammlung die sich vor allem um zwei Themen drehte: Die Wahl des Stadtjugendfeuerwehrwartes und die Ehrung von Mitgliedern, die sich seit zahllosen Jahren mit ganzem Herzen in den Feuerwehren Idsteins engagieren. Bevor wir zum regulären Teil einer jeder Jahreshauptversammlung kommen, soll zu Anfang dieses Berichts das Augenmerk auf diese Punkte gelenkt werden.

Bernd Zimmermann als Stadtjugendfeuerwehrwart wieder gewählt

Bernd Zimmermann wird es sicherlich als großes Kompliment für seine langjährige Arbeit als Stadtjugendfeuerwehrwart in Idstein empfunden haben: Ohne eine einzige Gegenstimme wurde er für seinen Posten wieder gewählt. Eine Enthaltung gab es dann allerdings doch noch: der amtierende Oberjugendfeuerwehrler konnte sich nicht dazu durchringen, sich selbst seine Stimme zu geben.

Otto Schnabel und Dieter Grabsch für langjährige besondere Dienste geehrt

Auch in diesem Jahr durfte der oberste Dienstherr der Idsteiner Feuerwehren - Bürgermeister Christian Herfurth - eine Vielzahl von Ehrungen, Beförderungen und Anerkennungen aussprechen und überreichen. Es sei diesem Bericht verziehen, dass die folgenden Ehrungen besonders hervorgehoben werden, denn die Kameraden haben das Gesicht der Idsteiner Feuerwehren seit vielen Jahren mit großem Einsatz geprägt.

Schon in den Berichten des Stadtbrandinspektors, des Jugendwartes und der Leiterin der Kinderfeuerwehren war der Dank immer wieder an zwei echte Idsteiner Urgesteine gegangen. Mit offensichtlicher Freude bat Werner Volkmar die beiden dann schließlich auf die Bühne: Otto Schnabel und Dieter Grabsch.

Neben mittlerweile mehr als 40 Jahren aktiver Mitgliedschaft in den Feuerwehren Idstein und Wörsdorf, kümmern sich die beiden seit vielen Jahren engagiert um die jüngsten und ältesten der Idsteiner Feuerwehren. Ihr Steckenpferd ist dabei die Brandschutzerziehung in den Grundschulen, Kindergärten und Krippen in und um Idstein. So weiß mancher 3-jährige bereits mehr über die Feuerwehr als seine Eltern. Und auch mancher Erwachsener hat beim Tag der offenen Tür schon gebannt die Ereignisse im selbst gebauten Brandhaus der Brandschutzerziehung verfolgt. Aber auch das andere Ende der Alterslinie haben die beiden fest im Blick: in regelmäßigen Treffen, Ausflügen und Veranstaltungen sorgen Dieter Grabsch und Otto Schnabel dafür, dass die alten Bande der ehemaligen Aktiven Feuerwehrler nicht abreißen.

Dafür wurden sie vom Nassauischen Feuerwehrverband nun mit einer der höchsten Auszeichnungen geehrt: dem silbernen Ehrenkreuz am Bande - verliehen von Marco Menze. Auch Stefan Spiller wurde mit dieser Auszeichnung für sein Dienste in der FF Walsdorf geehrt.

2015-02-20 JHV Gesamt32Für 40 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr Idstein wurden Michael Miesges mit dem Goldenen Brandschutzehrenzeichen am Bande und Heiner Reichert mit der entsprecheden Dienstanerkennungsprämie bedacht. Alle weiteren Ehrungen sind in der untigen Tabelle nochmals aufgeführt.

Offiziell ernannt und zu Ehrenbeamten der Stadt Idstein vereidigt wurde die neue Wehrführung der FF Walsdorf: Sylvester Wolf und Peter Ernst. Die beiden waren bereits Ende Januar in der Jahreshauptversamlung in Walsdorf gewählt worden.

Herausforderungen an die Feuerwehren Idstein steigen weiter

Stadtbrandinspektor Werner Volkmar stellte in seinem Bericht die Tätigkeiten seiner Feuerwehren im vergangen Jahr vor. Dabei blieb kein Zweifel: die Freiwilligen Feuerwehren Idstein haben 2014 viel getan. Nicht nur in Sachen Ausbildung waren die Floriansjünger auf Standort-, Stadt-, Kreis- und Landesebene mit insgesamt 143 Lehrgängen sehr aktiv gewesen. Auch hatte man eine Vielzahl teils sehr arbeitsintensiver Projekte angestoßen und teils auch direkt abgeschlossen. Ein Beispiel sei das in 2014 in Dienst gestellte Tragkrafspritzenfahrzeug (TSF-W) der Feuerwehr Ehrenbach.

Besonders stolz zeigte sich Volkmar jedoch, dass sich „seine Feuerwehren“ dem Abwärtstrend im Ehrenamt entgegenstellen: mit 306 aktiven Mitgliedern habe man sogar 6 Mitglieder mehr als im Jahr zuvor. Großen Applaus ernteten außerdem die insgesamt 25 neuen Kameraden der wieder gegründeten Feuerwehr Eschenhahn. Hier ging das Dankeschön besonders an die tatkräftige Unterstützung aus den Nachbardörfern Ehrenbach, Ober- und Niederauroff.

Ebenfalls auffällig sei die sehr gute und wachsende Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden und –kreisen. So wird beispielsweise die neue Idsteiner Drehleiter, die in 2016 im Idsteiner Stützpunkt ihre 27 Jahre alte Vorgängerin ersetzten soll, in Zusammenarbeit mit mehreren Gemeinden beschafft, um so Synergien auszunutzen. Nicht nur in den Bereichen Katastrophenschutz und Gefahrgut arbeite man außerdem eng und sehr gut mit den Kameraden aus Taunusstein zusammen.

Nachdem der Auszug des DRK in die neue Rettungswache am Krankenhaus nun beschlossene Sache sei, steht auch im Feuerwehrstützpunkt viel Arbeit an. Hier sei man bereits in Diskussionen hinsichtlich des Raumkonzeptes. Auch eine neue Schließanlage für alle Gerätehäuser Idsteins, ein kleines Gerätehaus für die Feuerwehr Lenzhahn sowie der Einbau des digitalen Fahrzeugfunks stehen für 2015 auf der ToDo-Liste.

Neue Satzung

Kurz vor der Jahreshauptversammlung konnte in der Stadtverordnetenversammlung darüber hinaus eine Neufassung der Satzung der Feuerwehren der Stadt Idstein beschlossen werden. Sie ersetzt die zuletzt im Jahr 1996 auf Stand gebrachte Vorgängerversion und setzt einige wichtige Neuerungen durch. So können Feuerwehrmänner und -frauen fortan bei gesundheitlicher Eignung bis zum 65. Lebensjahr aktiv bleiben. Auch bietet die neue Satzung die Möglichkeit, einen zweiten stellvertretenden Stadtbrandinspektor sowie auf Wehrebene einen zweiten stellvertretenden Wehrführer zu wählen. Es soll so ermöglicht werden, die stetig wachsenden Anforderungen besser verteilen zu können. Zu guter Letzt wurden auch die Kinderfeuerwehren formell in der Satzung als Bestandteil der Feuerwehren Idstein festgeschrieben.

In 214 Einsätzen mussten die 10 Feuerwehren der Stadt Idstein in 2014 ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen. Dabei hatten die Feuerwehren für Einnahmen in Höhe von mehr als 23.000 EUR gesorgt. Besonders auffällig sei dabei laut Werner Volkmar der stetig steigende Anteil an Einsätzen zur Unterstützung des Rettungsdienstes. Sei es im Rahmen von Notfalltüröffnungen, Tragehilfen bei besonders "schweren" Einsätzen oder der schonenden Rettung von Patienten über die Drehleiter.

Bilder: Volker Mink - Freiwillige Feuerwehr Idstein

 

Ehrungen und Beförderungen

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Name, Vorname

Feuerwehr

 

Wolf, Sylvester Walsdorf Ernennung zum Wehrführer
Beförderung zum Oberlöschmeister
Ernst, Peter Walsdorf Ernennung zum kommissarischen stellv. Wehrführer
Beförderung zum Löschmeister
Weber, Peter Idstein Silbernes Brandschutzehrenzeichen am Bande
Blum, Oliver Kröftel
Dietzel-Fritsch, Norina Niederauroff
Mörschke, Daniel Niederauroff
Schlegel, Uwe Niederauroff
Heinelt, Pierre Walsdorf

Miesges, Michael

Idstein

Goldenes Brandschutzehrenzeichen am Bande

Grabsch, Dieter

Idstein

Silbernes Ehrenkreuz am Bande des Nass.FwV

Schnabel, Otto

Wörsdorf

Spiller, Stefan

Walsdorf

Maus, Jörn

Ehrenbach

Anerkennungsprämie Dienstzeit 10 Jahre

Künzl, Jan

Heftrich

Voss, Franziska

Niederauroff

Hartmann, Andre

Walsdorf

Merkator, Christian

Wörsdorf

Schnabel, Silke

Wörsdorf

Kosshof, Daniel

Idstein

Anerkennungsprämie Dienstzeit 20 Jahre 

Schmidt, Thorsten

Idstein

Scherf, Dennis

Nieder-Oberrod

Schliedermann, Uwe

Nieder-Oberrod

Roos, Andreas

Idstein

Anerkennungsprämie Dienstzeit 30 Jahre

Zimmermann, Bernd

Idstein

Bartsch, Wolfgang

Kröftel

Fritz, Stephan

Kröftel

Mohr, Andreas

Kröftel

Schubbach, Roland

Kröftel

Schmidt, Andreas

Nieder-Oberrod

Stollberg, Friedhelm

Walsdorf

Reichert, Heinrich Friedrich

Idstein

Anerkennungsprämie Dienstzeit 40 Jahre

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