05.08.2014: Übung zur richtigen Vorgehensweise bei Fahrzeugbränden

2012-07-12 Pkw-Brand01Einer der häufigsten Brandeinsätze im Einsatzgebiet der Freiwilligen Feuerwehr Idstein ist - unter anderem geschuldete durch die viel befahrene Autobahn A3 - der Fahrzeugbrand. Fahrzeugbrände müssen jedoch insoweit unterschieden werden, dass ein brennender PKW einen ganz anderen Einsatzablauf erfordert, als beispielsweiße ein brennender LKW und dessen Beladung. PKW Brände sind für die Idsteiner Einsatzkräfte vielfach praktizierte Situationen, die in der Regel zügig und effektiv abgearbeitet werden können.

Die besonderen Gefahren und Vorgehensweisen bei Fahrzeugbränden waren das Thema des letzten Übungsdienstes der Einsatzabteilung. Zugführer Sebastian Härig machte anhand von eindrucksvollen Video Beispielen aus dem Internet deutlich, welche Gefahren die Einsatzkräfte bei einem vermeintlichen „Standard PKW Brand" erwarten müssen, mit welchen Löschtechniken vorzugehen ist und wie der Eigenschutz der Mannschaft zu gewährleisten ist. Moderne Fahrzeugantriebe, leicht brennbare Kunststoffe in der Innenausstattung oder die nie vorhersehbare Beladung des betroffenen Fahrzeugs machen eine umfangreiche Lageerkundung durch den Einheitsführer unabdingbar.

Auch der zur Brandbekämpfung vorgehende Trupp darf nicht auf gut Glück in die Flammen spritzen: Brennt möglicherweise ein Motor aus Leichtmetall der mit Wasser gefährlich reagiert? Befindet sich im Heck des Wohnmobils eine Gasflasche die durch Hitzebeaufschlagung jederzeit explodieren kann? Läuft der Benzintank des Fahrzeugs aus und läuft brennend über die Fahrbahn? Die Liste an Fragen, die sich die Einsatzkräfte innerhalb kürzester Zeit stellen, beantworten und daraus die richtige Entscheidung treffen müssen ist lang.

Parallel zur Aufnahme der Löscharbeiten muss in jedem Fall noch eine umfangreiche und koordinierte Verkehrsabsicherung aufgenommen werden. Vollsperrungen kommen bei PKW Bränden in der Regel nicht in Frage, sodass auf mindestens einer eher zwei Spuren der Verkehr weiter rollt – und das häufig sehr zügig und ohne Rücksicht der Auto- und LKW Fahrer. Gruppenführer Philipp Roßmann erläuterte bevor die theoretischen Kenntnisse in die Praxis umgesetzt wurden die wichtigsten Punkte bei dem Aufbau einer Verkehrsabsicherung, die eine enorme Bedeutung bei den Einsätzen auf der Autobahn hat und die Lebensversicherung der Einsatzkräfte darstellt.