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29.03.2014: Jahreshauptversammlung der Idsteiner Floriansjünger

2014-03-29 JHV Idstein Kern02„Das Schönste, was ein Mensch hinterlassen kann, ist ein Lächeln im Gesicht derjenigen, die an ihn denken." Mit diesem Spruch eröffnete Markus Enders die diesjährige Jahreshauptversammlung der Idsteiner Kernstadt-Feuerwehr. Er erinnerte damit an die im vergangenen Jahr verstorbenen Mitglieder der Idsteiner Floriansjünger.

Sowohl Heinz Mönke und Hermann Müller als auch der kürzlich verstorbene Edmund Athmer hätten mit ihrem Leben und Wirken in der Freiwilligen Feuerwehr Idstein ihre Spuren hinterlassen. Dass deren Geschichten tatsächlich ein Lächeln hinterlassen, bewies noch während des offiziellen Teils der Versammlung ein Kamerad, als er einige Anekdoten aus der „guten alten Zeit" zum Besten gab.

Darüber hinaus stand die diesjährige Jahreshauptversammlung ganz Sinne des Feuerwehrnachwuchses. Mit Simon Spieß, Lukas Schambier als Kassenprüfer und Konrad Blum rückt eine ganze Reihe junger Gesichter aus der Einsatzabteilung in den Feuerwehrverein auf. Der 21-jährige Marvin Schwarz wird zukünftig die Geschicke des Feuerwehrvereins mitführen dürfen – er wurde zum zweiten Vorsitzenden gewählt.

 

Stolz zeigten sich Wehrführung und Stadtbrandinspektor außerdem über die große Anzahl an Ehrungen und Beförderungen, die sie in diesem Jahr vor allem an den Nachwuchs innerhalb der Einsatzabteilung aussprechen durften. Grundlage der Beförderungen sei die große Motivation und Leistungsbereitschaft in Sachen Aus- und Fortbildung der Idsteiner Stützpunktwehr. Dass nicht nur die junge Mannschaft mit Motivation glänzen kann, verdeutlichte ein nicht mehr ganz jugendlicher Kamerad. Günther Klieber konnte nach erfolgreichen ärztlichen Tests seine aktive Dienstzeit bis zum 65-sten Lebensjahr verlängern und wird der Einsatzabteilung so noch weitere fünf Jahre mit Rat und Tat zur Verfügung stehen können.

Im Bericht des Wehrführers stellte Markus Enders den Wert der ehrenamtlichen Arbeit für die Stadt Idstein heraus. Nur ein Beispiel dafür sei die Arbeit der Fahrzeugmaschinisten, die auch im vergangenen Jahr in vielen Arbeitsstunden den Wert der Einsatzfahrzeuge und Geräte erhalten hätten.

Neben einer Vielzahl an Brand- und Hilfeleistungseinsätzen lag der Einsatzschwerpunkt 2013 erneut auf Einsätzen zur Unterstützung des Rettungsdienstes. Vor allem bei größeren Einsätzen im Stadtgebiet sowie auf den Bundesstraßen sowie der Autobahn habe sich auch im vergangenen Jahr die Zusammenarbeit der Idsteiner Feuerwehren untereinander weiter verbessert. Auch die Ausbildung wird mehr denn je gemeinsam vorangetrieben. Ein Beispiel dafür seien die gemeinsamen Einsatzleiterschulungen der Feuerwehren Idstein, Niederauroff und Wörsdorf, die zu einem einheitlichen Führungsverhalten der Idsteiner Feuerwehren beigetragen hätten.

Bürgermeister Christian Herfurth lobte die außerordentlich gute Zusammenarbeit von Feuerwehr, Ordnungsamt und städtischen Einrichtung. Ein weiteres Mal zeigte er sich beeindruckt vom Zusammenhalt und der Hilfsbereitschaft, welche ihm vor allem im Rahmen der Aktion „Inge will leben" vor Augen geführt worden sei. Federführend bei dieser Aktion war, in Zusammenarbeit mit der betroffenen Familie, Clara Lindenborn gewesen. Erstmalig im Rheingau-Taunus-Kreis wurde der 23-jährigen für dieses besondere Engagement das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Bronze verliehen.

Analog zur Laufbahn in Berufsfeuerwehren verleihen auch die Freiwilligen Feuerwehren in Hessen ihren Mitgliedern Dienstgrade. Eine Beförderung ist dabei stets mit dem jeweiligen Ausbildungsstand, der übertragenen Funktion innerhalb der Feuerwehr sowie der persönlichen Eignung der Einsatzkraft verknüpft und kann als Anerkennung der absolvierten Ausbildung angesehen werden.

Grundlage für Beförderungen ist dabei eine Verordnung des Hessischen Ministeriums des Inneren und für Sport aus dem Jahr 2012, welche die unten genannte Dienstgrade vorsieht (aus Gründen der Vereinfachung werden hier nur die männlichen Bezeichnungen genannt). Es wird dabei zwischen Mannschafts- und Führungsdienstgraden unterschieden. Mindestvoraussetzung für eine Führungskraft ist dabei der sogenannte Gruppenführerlehrgang, der an der Landesfeuerwehrschule in Kassel zu absolvieren ist. Darauf aufbauend können unzählige weitere Fach- und Führungslehrgänge absolviert werden.

Mannschaft: Feuerwehrmann-Anwärter (FMA), Feuerwehrmann (FM), Oberfeuerwehrmann (OFM), Hauptfeuerwehrmann (HFM).

Führungskräfte: Löschmeister (LM), Oberlöschmeister (OLM), Hauptlöschmeister (HLM), Brandmeister (BM), Oberbrandmeister (OBM), Hauptbrandmeister (HBM)

2014-03-29 JHV Idstein Kern01

Beförderungen in der Einsatzabteilung (von links): Marvin Schwarz (HFM und 2. Vereinsvorsitzender), Werner Volkmar (Stadtbrandinspektor), Markus Enders (Wehrführer FF Idstein), Christian Herfurth (Bürgermeister), Robert Greiner (OLM), Philipp Roßmann (LM), Sebastian Härig (BM), Markus Weber (HFM), Andreas Glöckner (OFM), Lena Schwarz (OFF), Frank Eschenfelder (HFM), Sascha List (OFM), Lukas Schambier (OFM), Konrad Blum (FM), Michael Merten (OFM), Clara Lindenborn (Deutsches Feuerwehr-Ehrenkreuz in Bronze), Simon Kremer (FM), Simon Spieß (FM), Jan Enk (OLM), Tobias Vollmer (OFM), Thorsten Schmidt (OLM) nicht im Bild: Markus Thelen (OLM) – Bild: Volker Mink (Freiwillige Feuerwehr Idstein).

Bilder: Volker Mink (FF Idstein)

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