Idsteiner Zeitung vom 31.10.2013: Löschzug auf dem Schulhof

HAUPTSCHULABSCHLUSS Erfolgreiche Projektprüfung an der Idsteiner Feldbergschule


 (red). „Boah, ist der groß!" Die Grundstufenschüler waren begeistert. Es war auch ein wirklich aufregender Moment für die Schüler der Feldbergschule sowie ihre Lehrkräfte, als um kurz nach 8 Uhr ein Tanklöschzug der Freiwilligen Feuerwehr Idstein auf den Schulhof rollte. Mit ganz besonderer Aufmerksamkeit und Spannung wurden Stadtbrandinspektor Werner Volkmar und Jugendwart Alexander Königstein von einer Schülergruppe der Klasse 9 erwartet. Denn bei diesem Besuch handelte es sich zum Glück nicht um einen Einsatz zur Brandbekämpfung, sondern es ging um die Präsentation eines Projektes im Rahmen der Hauptschulabschlussprüfung.

Als verbindlicher Bestandteil gliedert sich die Projektprüfung in die drei Phasen Vorbereitung, Durchführung und Präsentation. Dabei sind die Schüler der Abschlussklassen gefordert, ein geeignetes Thema zu suchen, eine Arbeitsgruppe zu bilden und sich selbstständig Informationen zu beschaffen und auszuwerten. Um erfolgreich zu bestehen, sind Teamfähigkeit, Einsatzbereitschaft, Durchhaltevermögen und Problemlösekompetenz erforderlich.

 

Stolze Prüflinge

Die Projektgruppe mit den Schülern Jennifer Racky, Jens Voss, Bill König-Wenzel und Till Seiffert hatte sich das Thema „Die Freiwillige Feuerwehr" gewählt. Stolz waren die Prüflinge darauf, dass sie die Brandbekämpfer der Freiwilligen Feuerwehr Idstein für den praktischen Teil ihrer Präsentation als Kooperationspartner gewinnen konnten. Unter deren strenger fachlicher Aufsicht erläuterten die Gruppenmitglieder für die Prüfungskommission und die anwesenden Gäste kompetent die feuertechnische Ausrüstung. Außerdem wurde von der Einsatzbesprechung bis zum Kommando „Wasser marsch!" eine idealtypische Brandbekämpfung demonstriert. Eine kurze Vorführung von Martinshorn und Blaulicht durfte dabei nicht fehlen.

Dass die Projektgruppe über fundierte Kenntnisse verfügte, zeigte ein gelungener Theorie-Praxis-Transfer. Als sogenannter „Angriffstrupp", der ersten Einheit in der Brandbekämpfung, gelang es ihnen innerhalb kürzester Zeit, die Wasserversorgung zwischen Löschzug, Hydranten und Verteiler herzustellen.

Theorie und Praxis

Im theoretischen Teil ihrer Präsentation, der im Klassenzimmer stattfand, stellte die Projektgruppe notwendiges Hintergrundwissen zur Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr dar und stand anschließend zu gezielten Nachfragen Rede und Antwort. Eine selbstkritische Reflexion der Gruppenmitglieder über den Verlauf ihres Projektes rundete die besonders positive Leistung ab. Bis es soweit war, gab es für die Schülergruppe eine Menge Recherche- und Strukturierungsarbeit. Dabei wurden sie von ihrer beratenden Lehrkraft Florian Reinfeldt unterstützt. Zwar verfügen drei der vier Projektgruppenmitglieder über Vorerfahrungen in einer Jugendfeuerwehr, dennoch musste notwendiges Fachwissen in der Vorbereitungs- und Durchführungsphase erworben und aufbereitet werden. Dazu gehörte auch ein Besuch in der Einsatzzentrale der Freiwilligen Feuerwehr, bei dem die Schüler die Verantwortlichen mit ihren Fragen „löchern" durften.

„Durch das außerordentliche Interesse der Projektgruppe und das tatkräftige Engagement der Freiwilligen Feuerwehr Idstein ist im Rahmen einer Projektprüfung ein informativer und erlebnisorientierter Mehrwert für die ganze Schule entstanden", freut sich Schulleiter Michael Scheurich.

Bild: Feldbergschule (Idsteiner Zeitung)

http://www.wiesbadener-tagblatt.de/region/untertaunus/idstein/img13574296.htm