11.05.2001: Brand Firma Söhngen

2001-05-11 Brand Soehngen02Am 11.05.2001 gegen 17:08 Uhr ging die Meldung über einen Brennenden Palettenstapel auf dem Gelände der Firma Söhngen, bei der Rettungsleitstelle des Rheingau-Taunus- Kreises ein. Die Firma Söhngen mit Sitz in Taunusstein- Wehen ist Hersteller von Verbandsstoffen, Notfallausrüstungen und Erste Hilfe Einrichtungen und hat internationale Kompetenzen in der Ausstattung von Ambulanzfahrzeugen und Erste Hilfe Stationen.

Als knapp 5 Minuten später die ersten Einsatzkräfte der Freiw. Feuerwehr Taunusstein- Wehen vor Ort waren, hatte das Feuer bereits auf die Produktions- und Lagerhalle übergegriffen. Man entschloss sich daher die Feuerwehr Taunusstein- Hahn nachzualarmieren. Die in der Halle gelagerten Verbandsmaterialien boten dem Feuer ausreichend Nahrung, sodass die Halle bald darauf im Vollbrand stand. Es wurden weitere Kräfte und Fahrzeuge aus den Taunussteiner Stadtteilen und den umliegenden Städte nachgefordert. Auch die Freiw. Feuerwehr Idstein rückte um ..... mit Drehleiter ( DLK 23/12), Löschgruppenfahrzeug 16 (LF 16/12) und Pkw nach Wehen aus. Aufgrund der Größe dieses Einsatzes entschloß man sich die Technische Einsatzleitung des Landkreises ( TEL), die 8 Kreisbrandmeister und den kreiseigenen Einsatzleitwagen 2 ( ELW 2) zu alarmieren. Der gesamte Funkverkehr des Einsatzes wurde auf den Sonderkanal des Rheingau-Taunus- Kreises umgelegt und von einem Disponenten von dem ELW 2 geleitet.

 

Immer wieder explodierten Druckgasbehälter mit Sauerstoff. Man schätzt das etwa 30- 40 Sauerstoffflaschen explodierten. Diese Explosionen erschwerten die Arbeit der Einsatzkräfte zusätzlich. Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurde die Bevölkerung durch Radiodurchsagen gebeten Fenster und Türen geschlossen zu halten. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr führten Luftmessungen durch. Unterstützt wurden die örtlichen Einsatzkräfte durch die Berufsfeuerwehren aus Wiesbaden und Frankfurt, die mit umfangreicher Spezialausrüstung und Sonderfahrzeugen vor Ort waren.

Zeitweise war die Wasserversorgung an der Einsatzstelle nicht ausreichend, sodass das Großtanklöschfahrzeug (GTLF 6) und der Schlauchwagen ( SW 2000) aus Idstein nach Wehen beordnet wurden. Um die Wasserversorgung sicherzustellen wurden zusätzliche Großtanklöschfahrzeuge und Tankwagen von der Berufsfeuerwehr Wiesbaden sowie von der Werksfeuerwehr Infraserve ( Werk Hoechst und Wiesbaden) nachalarmiert. Auch Schaummittel wurde benötigt, auch hier sagte man von Seiten der Berufs- und Werksfeuerwehren Unterstützung zu.

Trotz des harten Einsatzes von Mannschaft und Gerät brannte die Halle vollständig nieder. Der Schaden beziffert sich auf ca. 7 Mio. DM. Insgesamt waren über 200 Feuerwehrleute an dem Einsatz beteiligt, hinzu kommen ca. 150 Einsatzkräfte & Vertreter von Rettungsdienst, Polizei, Betreuungszug (Schnelleinsatzgruppe),THW, Katastrophenschutz, Regierungsbehörden, Versorgungsbetrieben, Landratsamt und Unternehmen. Der Einsatz endete mit den Nachlöscharbeiten, die vom 12.05. bis zum 13.05.2001 um 22:05 Uhr andauerten.