26.07.2011: Feuerwehr und DRK stellen sich dem Internationalen Idsteiner Jugendcamp vor

Als am Dienstagnachmittag die Teilnehmer des Internationalen Idsteiner Jugendcamps auf den Hof der Freiwilligen Feuerwehr Idstein fahren, dringt dichter Rauch aus den Toren der Fahrzeughalle. Dort wo normalerweise Feuerwehrfahrzeuge parken ist ein total beschädigter Opel Astra liegen geblieben. Der Fahrer ist blutüberströmt und schwer in seinem Fahrzeug eingeklemmt.

Mit diesem durchaus realistischen Einsatzszenario wollen sich die Freiwillige Feuerwehr Idstein und die Ortsvereinigung Idstein des Roten Kreuzes den Jugendlichen aus Russland, Belgien, China und Deutschland vorstellen. Die Teilnehmer können in den nächsten Stunden beobachten, wie zunächst eine Teilnehmerin aus den eigenen Reihen mit Schere und Spreizer aus dem Fahrzeugwrack befreit wird. Anschließend gilt es, den Sanitätern der Schnelleinsatzgruppe einen Zugang zum schwer verletzten Statisten auf dem Fahrersitz zu verschaffen. Nachdem der Patient stabilisiert wurde, muss er mit hydraulischen Rettungsgeräten aus seiner misslichen Lage befreit und schonend über das Dach aus dem Fahrzeug gerettet werden. Er wird schließlich in den bereitstehenden Rettungswagen verladen, wo er fachgerecht versorgt werden kann.

 

Sichtlich begeistert verfolgen sowohl die Jugendlichen als auch die erwachsenen Betreuer die Übung, die von Patrik Buhlmann und Helmut Weber geleitet wird. Auch Sport- und Jugendpfleger Roland Wolf erklärt, dass er eine derart umfangreiche Präsentation der Rettungskräfte so noch nicht erlebt habe. Ziel der Übung ist es, den Besuchern einen möglichst tiefen Einblick in die Arbeit von Feuerwehr und Rettungsdienst zu geben. So darf, wer möchte, auch selbst Hand an Schere und Spreizer legen. Nach der Übung zur Technischen Hilfeleistung verdeutlichen zwei Kameraden in der Atemschutzstrecke des Feuerwehrstützpunktes, wie schweißtreibend die Arbeit unter Atemschutz ist. Den Abschluss des Besuchs bildet dann ein Rundgang durch den mit insgesamt elf Fahrzeugen bestücken Fuhrpark der Idsteiner Feuerwehr.

Besonders freuten sich die Helfer von Rettungsdienst und Feuerwehr, dass das Jugendcamp noch zum abendlichen Grillfest nach Heftrich einlud. So konnte man den gelungenen Nachmittag gemeinsam ausklingen lassen.